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VDS-Pakete 11.09.2026 tarihinde güncellendi 4 dk okuma

Cloud oder VDS mieten: die vCPU-Zahl sagt wenig aus

Zwei Angebote mit "8 vCPU" sind nicht dasselbe. Wie Sie Overcommit und NVMe-Latenz auf Ihrem eigenen Server nachmessen.

Wenn zwei Angebote "8 vCPU" für denselben Preis versprechen, bekommen Sie nicht zweimal dasselbe. Die Zahl der vCPUs sagt über die Geschwindigkeit eines Servers fast nichts aus — entscheidend ist, mit wie vielen anderen Sie sich diesen Kern teilen.

vCPU ist keine Zusage, sondern eine Obergrenze

"8 vCPU" bedeutet: Ihr Server darf acht Kerne sehen. Wie viele virtuelle Maschinen sich denselben physischen Kern teilen, entscheidet der Anbieter — und schreibt es meistens nicht dazu.

Der Fachbegriff dafür ist Overcommit. Auf einer Maschine mit 24 Kernen insgesamt 96 vCPUs zu verkaufen ist technisch möglich; das Verhältnis ist dann 4:1. Solange nicht alle gleichzeitig Vollgas geben, funktioniert das sogar. Das Problem beginnt, wenn Ihr Nachbar ein Video umwandelt oder einen Build startet: Ihr Prozess wartet auf den Kern, und von innen sehen Sie davon nichts.

Genau hier liegt der echte Unterschied zwischen VPS und VDS. Die Marketingbegriffe werden durcheinander benutzt, die technische Trennung ist aber eindeutig:

VPS VDS
Kernzuteilung geteilt, Verhältnis ungenannt 1:1, fest zugewiesen
Einfluss der Nachbarn vorhanden keiner
Leistung schwankend vorhersehbar

Bei den VDS-Paketen von uLCloud ist das Verhältnis 1:1 — hinter jedem verkauften vCPU steht ein physischer Kern, der Ihnen gehört. Wir können das sagen, weil wir auf unseren Nodes nicht mehr Kerne verkaufen, als physisch vorhanden sind.

Wie Sie das auf Ihrem eigenen Server nachmessen

Unabhängig davon, was ein Anbieter behauptet, können Sie es prüfen. Starten Sie top und sehen Sie sich die Spalte st an:

%Cpu(s):  4,2 us,  1,1 sy,  0,0 ni, 93,5 id,  0,2 wa,  0,0 hi,  0,0 si,  1,0 st

st steht für steal time: der Anteil der Zeit, in der Ihre VM rechnen wollte, der physische Kern aber gerade jemand anderem zugeteilt war.

  • 0–0,5 % — normal. Der Kern gehört praktisch Ihnen.
  • 1–3 % — leichte Überbuchung.
  • dauerhaft über 5 % — Sie sitzen auf einem deutlich überverkauften Node.

Ein einzelner Blick täuscht; messen Sie unter Last. Für eine längere Messung:

vmstat 5 60

Das beobachtet die st-Spalte über sechzig Messpunkte. Liegt der Durchschnitt dauerhaft über null, gehört Ihr Kern Ihnen nicht wirklich.

NVMe: die beworbene Zahl ist die falsche Zahl

Mit "NVMe" verhält es sich ähnlich. Beworben wird die sequenzielle Leserate — "bis zu 7.000 MB/s". Für einen Server ist diese Zahl fast bedeutungslos.

Sequenzielle Geschwindigkeit zählt, wenn eine große Datei am Stück gelesen wird: Backup-Restore, große Kopiervorgänge. Die eigentliche Arbeit eines Servers sieht anders aus. Datenbankabfragen, PHP, das Dutzende Dateien öffnet, Logs — das sind alles kleine und verstreute Zugriffe. Dort entscheiden zwei andere Werte:

IOPS — wie viele einzelne Operationen pro Sekunde möglich sind. Latenz — wie lange eine einzelne Operation dauert.

Hier liegt der wirkliche Unterschied zwischen SATA-SSD und NVMe. Die SATA-Schnittstelle bremst bei etwa 550 MB/s und einer einzigen Befehlswarteschlange. NVMe spricht direkt über PCIe und nutzt Tausende paralleler Warteschlangen. Typisch sind bei zufälligen 4K-Lesezugriffen rund 0,1 ms bei SATA gegenüber etwa 0,02 ms bei NVMe. Bedenken Sie, dass beim Laden einer Seite Hunderte solcher Zugriffe anfallen.

So messen Sie Ihre eigene Platte:

fio --name=zufall --rw=randread --bs=4k --size=1G \
    --numjobs=1 --iodepth=1 --runtime=30 --time_based \
    --direct=1 --filename=/tmp/fio-test

Sehen Sie sich in der Ausgabe lat (Latenz) und IOPS an. Löschen Sie danach /tmp/fio-test.

Worauf es bei der Auswahl wirklich ankommt

Nach Wichtigkeit geordnet:

1. Gehört der Kern wirklich Ihnen? Fragen Sie direkt: "Wie hoch ist Ihr Overcommit-Verhältnis?" Wer darauf keine klare Antwort gibt, hat kein 1:1.

2. Art und Menge des Arbeitsspeichers. ECC korrigiert Einzelbitfehler und gehört auf einen Server. Bei der Menge bleiben Sie realistisch: RAM lässt sich meist leicht erweitern, aber ein Server, der ins Swap läuft, wird auch mit NVMe langsam.

3. Nicht die Bezeichnung der Platte, sondern ihr Verhalten. "NVMe" im Datenblatt genügt nicht — führen Sie nach der Einrichtung den Test oben aus.

4. Netz und Standort. Sitzen Ihre Besucher in Deutschland, ist ein Server in Deutschland die einfachste Latenzverbesserung, die es gibt. Keine Plattengeschwindigkeit gleicht 30 ms Entfernung aus.

5. Ist DDoS-Schutz enthalten? Nachträglich gebuchter Schutz ist teurer — und im Moment des Angriffs nicht mehr buchbar.

Welches Paket

Als grober Anhaltspunkt:

  • Eine Website, mittlerer Verkehr — 2 vCPU / 4 GB genügen. Der Engpass liegt meist in der PHP- und Datenbankkonfiguration, nicht in der Hardware.
  • Mehrere Sites oder eine Anwendung mit Datenbank — 4 vCPU / 8 GB.
  • Datenbanklastige Arbeit, viele gleichzeitige Nutzer — ab 8 vCPU / 16 GB; hier macht die NVMe-Latenz den größten Unterschied.

Im Zweifel klein anfangen. Hochstufen dauert Minuten; der Monat, den Sie zu viel bezahlt haben, kommt nicht zurück.

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